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Digitale Hochschule NRW
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Foto: Colourbox

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Digitalisierungsoffensive an Hochschulen startet: Land gibt jährlich 50 Millionen Euro zusätzlich

Ausbau der IT-Infrastruktur und der digitalen Lehre – Bundesweit einmaliger Zusammenschluss in der „Digitalen Hochschule NRW“

Das Land startet eine Digitalisierungsoffensive an den Hochschulen: Dafür stellt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft den Hochschulen bis 2021 jährlich zusätzlich 50 Millionen Euro und danach jeweils 35 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Land startet eine Digitalisierungsoffensive an den Hochschulen: Dafür stellt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft den Hochschulen bis 2021 jährlich zusätzlich 50 Millionen Euro und danach jeweils 35 Millionen Euro zur Verfügung. Gemeinsam mit der „Digitalen Hochschule NRW (DH-NRW)“ werden die Voraussetzungen für ein hochschulübergreifendes Kompetenz- und Serviceportfolio in den Bereichen Studium und Lehre, Infrastruktur und Administration geschaffen. Die geförderten Vorhaben reichen von einer Hochschulcloud über Online-Kurse bis hin zum E-Government.
 
„Wir wollen die Hochschulen dabei unterstützen, die Chancen der Digitalisierung in der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit konsequent zu nutzen. Da wo es möglich und sinnvoll ist, sollen Synergieeffekte geschaffen werden“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Die Landesförderung soll außerdem Impulse geben, die digitale Lehre in der gesamten Breite der Hochschule zu verankern.“
 
Die landesweite Digitalisierungsoffensive wird gemeinsam mit der Digitalen Hochschule NRW durchgeführt – einem bundesweit einmaligen Zusammenschluss von 42 Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft arbeiten sie daran, die Digitalisierung der nordrhein-westfälischen Hochschulen zu koordinieren und zu fördern. Auf Basis von Empfehlungen der DH-NRW trifft das Ministerium Förderentscheidungen über hochschulübergreifende Digitalisierungsvorhaben.
 
Gefördert werden vor allem Projekte, die für alle Hochschulen - unabhängig von ihrer Größe - einen Zugang zu digitalen Serviceleistungen und Infrastrukturen sicherstellen. Hierzu gehört beispielsweise der Aufbau einer „hochschulcloud.nrw“, in der sowohl etablierte Dienste wie der Cloudspeicher „sciebo“ als auch neue Dienste wie zum Beispiel Backup oder Spam- und Virenschutz angeboten werden. Zudem sollen die Möglichkeiten für das digitale Lehren und Lernen sukzessive erweitert werden. Geplant ist ein zusätzliches Onlinekursangebot zur Medienkompetenz, das die Studierenden zur Nutzung digitalisierter Lernformen befähigen und ermutigen soll. Darüber hinaus werden auch die Einführung der E-Akte und die E-Vorgangsbearbeitung in den Hochschulen unterstützt.

Als Fördervorhaben für 2019 sind bisher vorgesehen:

Studium und Lehre

  • heureka.nrw: Ein neues landesweites Onlineportal für Studium und Lehre, das digitale Lehr- und Lernformate stärker in der Präsenzlehre verankern soll.
    Konsortien: RWTH Aachen, FH Aachen, HS Bochum, U Bochum U Duisburg-Essen, hbz, TH Köln, U Paderborn
  • hm4mint.nrw: Ein modularisierter Online-Kurs zur Höheren Mathematik I für die Ingenieurwissenschaften, der im zukünftigen landesweiten Online-Portal allen Studierenden in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung steht. 
    Konsortium: RWTH Aachen, FH Aachen, HS Bonn-Rhein-Sieg, HS Bochum, U Bochum, TU Dortmund, HS Düsseldorf, TH Köln, FH Münster, HS Niederrhein, HS Ostwestfalen-Lippe, HS Rhein-Waal, HS Ruhr-West, U Siegen, FH Südwestfalen, U Wuppertal
  • AdeLeBK.nrw: Entwicklung von E-Learning-Modulen für die kleinen beruflichen Fachrichtungen der Maschinenbautechnik und Elektrotechnik in der Lehramtsausbildung, die ein integratives und adaptives Lernen der jeweiligen fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Studieninhalte ermöglichen. 
    Konsortium: U Paderborn, Westfälische HS, U Wuppertal
  • medienkompetenz.nrw: Die Hochschulen werden darin unterstützt, sich künftig sehr viel stärker digitalen Medien und der Vermittlung von Medienkompetenz von Studierenden und Lehrenden zu öffnen und diese curricular zu verankern: 
    • E-Learning-Kurs „Digitale Kompetenzen“ 
  • Konsortium: U Wuppertal (Antrag mit weiteren Konsorten in Planung); U Bochum („Studiport“)
    • Data Literacy Education (Förderlinie) 

Digitale Infrastruktur

  • hpc.nrw: Aufbau eines High Performance Computing-Kompetenznetzwerks, das die Expertise der großen HPC-Zentren bündelt.
    Konsortium: RWTH Aachen, U Bielefeld, U Bochum, U Bonn, TU Dortmund, U Düsseldorf, U Duisburg-Essen, U Köln, U Münster, U Paderborn, U Siegen, U Wuppertal
  • hochschulcloud.nrw: Mit der Cloud sollen die neuen Möglichkeiten der Dienstenutzung und -erbringung durch moderne Cloudtechnologien genutzt werden.
    Konsortium: U Münster
  • idm.nrw: Erarbeitung und Konzeptionierung einer gemeinsamen Vorgehensweise zur Etablierung eines föderierten Identity Managements für die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen in enger Abstimmung mit dem Deutschen Forschungsnetz (DFN).
    Konsortium: RWTH Aachen, U Bielefeld, U Bochum, U Duisburg-Essen, U Köln
  • it-proc.nrw: Vorprojekt zur Einrichtung einer „Servicestelle IT-Beschaffungen, IT Rechtsfragen, Rahmenverträge und (Landes-)Lizenzen“
    Konsortium: RWTH Aachen, FH Bielefeld, U Bochum, TU Dortmund, hbz, U Köln, Kompetenzzentrum Finanzwesen NRW 

Administration

  • erp.nrw: Ziel ist es, bis zum Jahr 2025 landeseinheitliche Mastersysteme für das Ressourcenmanagement (ERP-Systeme) in SAP und MACH bereit zu stellen. In einem ersten Schritt wird in 2019 und 2020 untersucht, wie eine Vereinheitlichung bei den unterstützen Prozessen, bei der Konfiguration und beim Betrieb innerhalb einer Produktlinie aussehen kann. 
  • egovernment.nrw: Zur Vorbereitung auf eine vollständige Umsetzung des E-Government-Gesetzes an allen Hochschulen erfolgt der Aufbau von Vernetzungsstrukturen und Kompetenzen sowie die Durchführung von Pilotierungen zum Thema E-Akte und E-Vorgangsbearbeitung. 
  • fachverfahren.nrw: Für die E-Government-Prozesse ist eine Mitnutzung der Servicekonten des Landes sinnvoll. Voraussetzung ist ein niederschwelliger Zugang der Hochschulen zum Landesverwaltungsnetz. Hierzu erhalten die Hochschulen einen gemeinsamen Zugangspunkt zum sogenannten „Verbindungsnetz“. 
  • cris.nrw: CRIS.NRW bereitet die NRW-Hochschulen auf die Implementierung des vom Wissenschaftsrat definierten Kerndatensatzes Forschung und die Einführung von Forschungsinformationssystemen (FIS) an den Hochschulen vor. Konsortium: U Münster (Antrag in Planung), Uni Bielefeld, Uni Düsseldorf, FH Dortmund, FH Rhein-Waal, FH Ruhr-West

 Ausführliche Projektbeschreibungen finden Sie hier.